HDE geht für November und Dezember von 2 % Umsatzplus aus – Prognose: Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel trotzt der Krise

Obwohl die aktuelle Lage im Einzelhandel auch wegen der vor sich hin dümpelnden Konsumlaune für viele Einzelhändler schwierig ist, rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) im Vorjahresvergleich mit einem stabilen Weihnachtsgeschäft. Grund dafür sind auch die Ergebnisse einer repräsentativen, vom HDE beauftragten Verbraucherumfrage, die zeigt, dass die Kunden ihre Ausgaben für Geschenke auf Vorjahresniveau halten wollen.

„Viele Handelsunternehmen sehen sich vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts mit steigenden Kosten für Energie, Personal und ausufernder Bürokratie konfrontiert. Das trägt nicht zu einer optimistischen Einschätzung der Geschäftslage bei. Doch die Kundinnen und Kunden sind in Weihnachtsstimmung und planen mit im Vergleich zum Vorjahr stabilen Geschenkausgaben. Es gibt Anzeichen dafür, dass Weihnachten der Krise trotzen kann“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

In einer vom HDE beauftragten Umfrage des Handelsblatt Research Institutes bei über 2.000 Personen zeigt sich: Bei den Geschenkeinkäufen gibt im Durchschnitt zu Weihnachten 2026 jeder 262 Euro aus. Dieser Wert bleibt im Vergleich zu 2025 damit stabil – damals waren es 263 Euro. Mehr als die Hälfte der Menschen gibt gleich viel wie im Vorjahr für die Weihnachtsgeschenke aus, zehn Prozent planen mit einer Steigerung, 24 Prozent mit einer Reduzierung der Ausgaben.

Eine aktuelle HDE-Umfrage unter 300 Handelsunternehmen in ganz Deutschland macht zumindest gewisse Zuversicht deutlich: Demnach gehen 29 Prozent der Händler davon aus, dass sich die Kunden auch in schwierigeren Zeiten nicht die Freude am Weihnachtseinkauf nehmen lassen. Und immerhin beinahe ein Viertel ist sich sicher, dass der Kauf von Geschenken nicht unter der schlechten Stimmung leiden wird. Allerdings überwiegt insgesamt dann doch oft der negative Blick: Der Nicht-Lebensmittelhandel sieht sich zu 56 Prozent vor einem schlechteren oder deutlich schlechteren Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr.

Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet der HDE für diesen November und Dezember mit einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzen die Handelsunternehmen in den letzten beiden Monaten des Jahres insgesamt 129,2 Milliarden Euro um. „Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil, Weihnachten zeigt sich krisenfest“, so von Preen. Der Onlinehandel ist der HDE-Prognose nach dabei zum Jahresschluss der Wachstumstreiber. Er wird seine Weihnachtsumsätze um nominal 4,1 Prozent im Vergleich zu 2025 steigern, hier liegt der Umsatz dann bei 23,1 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.einzelhandel.de/hdepk

Immer auf dem Laufenden zum Weihnachtsgeschäft: www.einzelhandel.de/weihnachten

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