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29.04.2020

EHV Bonn Rhein-Sieg Euskirchen e.V. appelliert an Politik und Bürger

Nach Antrag auf ein Schutzschirmverfahren der SiNN GmbH

Der Textil-Einzelhändler SiNN hat in dieser Woche einen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren angemeldet. Damit reiht sich das Unternehmen in die länger werdende Liste der wirtschaftlichen Corona-Patienten des Einzelhandels, angeführt von AppelrathCüpper, Karstadt, Kaufhof und Co ein.

„Dieses Vorgehen ist für das Unternehmen im ersten Schritt eine Chance, sich von Verbindlichkeiten zu befreien und wieder auf die Beine zu kommen, doch gleichzeitig ist es ein lauter Warnschuss, der von der Politik nicht unbeachtet belieben darf“, sagt Jannis Vassilou, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Bonn Rhein-Sieg Euskirchen e.V.

Er sieht die Bürgschaft des Bundes als lebensnotwendigen Sauerstoff dieser Unternehmen, die auch für die Innenstädte ein wichtiger Faktor sind: „Hier geht es um unentbehrliche Arbeitsplätze und zusätzlich um die Attraktivität der Innenstädte. Schließen diese großen Kaufhäuser, leiden alle darunter – Kunden, wie auch der umliegende Einzelhandel.“

Jannis Vassilou betont, dass das Schicksal von SiNN kein Einzelfall ist. „Viele Einzelhändler, große wie kleine, sind massiv von der Krise betroffen. Sie berichten uns von ihrer wirtschaftlichen Notsituation, die bei anhaltenden Einschränkungen das Aus bedeuten könnte. Ich appelliere daher dringend an die Politik, dieses Massensterben der Geschäfte zu verhindern und an die Bürger, vor Ort einzukaufen wo es möglich ist, statt online zu bestellen. Diese Ausnahmesituation können wir nur meistern, wenn wir jetzt alle an einem Strang ziehen.“